Arbeitsmedizin (Occupational Medicine)

Die Arbeitsmedizin ist interdisziplinär, d.h. sie arbeitet mit anderen Spezialisten des Arbeitsschutzes (z.B. der Arbeitshygiene oder der Ergonomie) gemäss Vorgaben der EKAS-Richtlinie 6508 sowie mit unterschiedlichen betrieblichen Ansprechpartnern zusammen (Personalabteilung, Institutsleitungen, Sozialdienst, Verantwortliche aus Forschungsabteilungen und Dienstleistungsbereichen).

Ziel der Arbeitsmedizin ist

  • das körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden in allen Berufen in grösstmöglichem Ausmass zu fördern und zu erhalten;
  • zu verhindern, dass die Arbeitenden infolge ihrer Arbeitsbedingungen in irgendeiner Weise an ihrer Gesundheit Schaden nehmen;
  • sie bei ihrer Arbeit gegen die Gefahren zu schützen, die sich durch das Vorhandensein gesundheitsschädlicher Stoffe ergeben können;
  • den einzelnen Arbeitenden einer Beschäftigung zuzuführen, die seiner körperlichen und geistigen Eignung entspricht und ihm diese Beschäftigung zu erhalten;
  • insgesamt: die Arbeit an den Menschen anzupassen und sie in allen Teilen zu humanisieren.

Die Arbeitsmedizinerin / Der Arbeitsmediziner ist

  • Förderer der Arbeitsqualität, der Gesundheit und des Wohlfindens am Arbeitsplatz.
  • Ansprechpartner für gesundheitliche Probleme am Arbeitsplatz.
  • Experte für Berufskrankheiten und berufsassoziierte Gesundheitsstörungen sowie deren Prävention.
  • Experte für die Beurteilung der Eignung bestimmter Arbeitnehmender für bestimmte Arbeitsplätze.
  • Vertrauensperson von Arbeitgeber und Arbeitnehmern, mit dem Ziel, ein positives Arbeitsklima zu schaffen sowie Vermittler zwischen Ärzteschaft und Universität.
  • Koordinator für die Reintegration von Arbeitnehmenden mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen.